Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn A96

Die Teilnehmer auf dem Podium

 

Am 4. Dezember 2012 fand unsere hochinteressante Veranstaltung zu Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn A96 auf Münchner Stadtgebiet statt.


Zunächst stellte uns Joachim Bender von den Grünen Gräfelfing die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Einhausung der A96 im Gräfelfinger Gemeindegebiet vor. Dort werden Tunnels und Galerien vorgeschlagen, die Kosten werden auf ca. 165 Millionen Euro geschätzt.
Die Entscheidung darüber wird im Frühjahr 2013 fallen. Von den Kosten könnten 98 Millionen Euro über Grundstücksverkäufe gedeckt werden, der Rest müsste über Kredite finanziert werden.

Im Planfeststellungsverfahren der Autobahn im Jahr 1968 wurden schalltechnisch 30.000 KFZ täglich von 6 bis 22 Uhr unterstellt. Darauf wurde der Lärmschutz ausgerichtet.

Heute sind es aber mindestens 120.000 KFZ am Tag, an Knotenpunkten wie der Ausfahrt in die Fürstenrieder Straße
bis zu 163.000. Und die Prognosen sagen bis 2015 eine Zunahme im Straßengüterverkehr um 70% sowie bis 2023 eine Zunahme der Bevölkerung in München um 200.000 Menschen voraus.

Ein großes Problem neben dem Autolärm sind die hohen Schadstoff- Emissionen, die sich auch in größerer Entfernung niederschlagen, dort, wo teilweise nichts mehr zu hören ist. Es sind also nicht nur die unmittelbaren AnwohnerInnen betroffen.


Marion Kutscher von der Bürgerinitiative BIBAB 96 stellte neben diesen Zahlen auch ihre Wünsche vor: Flächengewinnungen sollten für die Stadtentwicklung möglich gemacht und die Naturschutzverbände unter
Betrachtung der strategischen Umweltplanung eingebunden werden. Die Infrastruktur für neue Nahmobilitätskonzepte wie Radlautobahnen könnte geschaffen werden. Der Stadtrat sollte eine Machbarkeitsstudie zu Lärmschutzmaßnahmen erstellen und BürgerInnenbeteiligungsprozesse zur
Ideengewinnung starten.


Toni Hofreiter, MdB und Vorsitzender des Verkehrsausschusses, betonte, dass bei der Verteilung der Gelder gemäß Bundesverkehrswegeplan die echten Problemstellen mehr Gewicht bekommen müssten. Derzeit erhielten gemäß dem Gießkannenprinzip zuviele Projekte Geld, die weniger als
10% des Verkehrsaufkommens der A96 auf Münchner Stadtgebiet aufweisen. Bisher müssten die Bedarfe über die Innenministerien der Länder angemeldet werden, dies Verfahren sei zu überdenken. Der Bund sei in der Verpflichtung, hochbelastete Regionen stärker zu berücksichtigen.


Wir hatten selbstverständlich Sabine Nallinger, unsere OB- Kandidatin, auf unser Podium eingeladen. Sie sah auch die Verantwortung der Landeshauptstadt München, die BürgerInnen nicht allein zu lassen. Und sie fragte, wie wir heute mit den Fehlplanungen aus der autofixierten Zeit umgehen wollen. Sie setzte sich ein für Lärmminderungspläne in Ballungsräumen und für innovative Pilotprojekte wie in anderen Großstädten.


Solche stellte Andrea Gebhard vom Planungsbüro mahl- gebhard- konzepte vor, z.B. von der Wiener Stadtautobahn. Überplant hat sie auch die Bahntrasse im Osten Münchens. Dort wurden von ihr breite Grünbrücken und Häuser als Lärmschutzbebauung konzipiert. Solche Maßnahmen sind
kostengünstiger als Tunnels, insbesondere auch im Unterhalt.


In einer lebhaften und fundierten Diskussion wurden zahlreiche Denkanstösse gegeben. Äußerst wichtig als ein erster, schnell realisierbarer Schritt wäre eine Limitierung des Tempos auf 60.


Wir Grüne im Bezirksausschuss 20 Hadern werden uns weiterhin engagiert für Lärmminderungsmaßnahmen an der A 96 einsetzen. Eine Einhausung wäre auch eine Vision angesichts des kaum noch abzuwendenden Klimawandels. Begrünte Tunnels mit Radschnellwegen wären ideale Frischluftschneisen in die Innenstadt.


Herzlichen Dank an Rainer Herbeck für die Organisation und die souveräne Moderation des Abends im Wohnstift Augustinum.


- Renate Unterberg -

    

September 2012

Sabine Krieger

 
Ein kleiner Rückblick auf unsere gemeinsame Veranstaltung mit den Ortsverbänden Sendling und STOFF am 20. September im Nachbarschaftstreff
Blumenau:

Unser Gast war Sabine Krieger, Stadträtin mit dem Schwerpunkt Ökologie. Wir diskutierten über den schon seit 1992 existierenden Stadtratsbeschluss „Den
Grünzug in Fahrt bringen“. Sabine bedauerte, dass sich in den letzten Jahren bei der Realisierung dieses Beschlusses sehr wenig getan habe, wenngleich sich vor etwa 10 Jahren mehrere Projekte durchsetzen konnten.

Es folgte ein lebhafter Gedankenaustausch mit vielen Ideen und Standpunkten. Einig waren wir uns darin, dass es von Nutzen sei, dieses Projekt als Zielvorstellung weiter auf der Agenda zu belassen und zu diskutieren, denn
erfahrungsgemäß vergeht oft viel Zeit, bis sich bei so umfassenden Vorhaben etwas bewegt.

Infotische zum Bürgerentscheid "München gegen die 3. Startbahn"

Grüne am Haderner Stern

 
Vor dem Bürgerentscheid sind wir vor Ort, um über den Bürgerentscheid "München gegen die 3. Startbahn" zu informieren:

9. Juni: vormittags Wochenmarkt Haderner Stern

13. Juni: vormittags Wochenmarkt Blumenau

13. Juni: nachmittags Wochenmarkt Großhadern, Heiglhofstraße

16. Juni: vormittags Wochenmarkt Haderner Stern

Mai 2012

Nikolaus Hoenning

 
Ein kurzer Bericht aus unseren beiden jeweils mit etwa 30 Interessierten sehr gut besuchten gemeinsamen Veranstaltungen im Stemmerhof im Mai:

 

Am 9.5. stellte sich Nikolaus Hoenning als Bewerber für eine OB-Kandidatur im Stemmerhof vor.
Sein Hauptanliegen ist die Bürgerbeteiligung, so möchte er den Einfluss der Stadtteile durch die Bezirksausschüsse aufwerten. Die Daseinsvorsorge wie die Versorgung mit Trinkwasser muss in der öffentlichen Hand bleiben. Als Mitglied bei Transparency wünscht er sich auch mehr Transparenz in der öffentlichen Verwaltung. Wohnen in München muss erschwinglich bleiben. Die Schaffung von mehr Kindertagesstätten ist ihm u.a. ein großes Anliegen.

Danach referierte Dieter Janecek, Landesvorsitzender, über die Unterscheidung der Grünen von den Piraten, über deren Kernaussagen und Konkurrenz zu den Grünen.

Hep Monatzeder

 
Am Dienstag, den 22.5. freuten wir uns darüber, Hep Monatzeder, den amtierenden 3. Bürgermeister und Bewerber für eine Kandidatur zum Oberbürgermeister, als Gast im Stemmerhof begrüßen zu dürfen. 

Seine Aussagen: Ihm ist es wichtig, wie ein Bewerber „draußen“ ankommt und nicht nur innerhalb der eigenen Partei. So wird er in der Allgemeinheit als Radl-, Isar- und 3.-Welt-Bürgermeister wahrgenommen.
Von ihm wurde eine mittelständische Unternehmerrunde gegründet. Er spricht sich für Kontinuität, aber auch für einen Geschlechter- und Generationenwechsel aus.
Dass die Stadt keine Investitionen in Kohle mehr tätigt, ist von den Grünen erreicht worden, ebenso ist der Umbau des Harras ein grünes Projekt.
Er gab uns einen kleinen Einblick in seine vielen grünen Visionen im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr, Fragen über Kliniken, Stellplatzsatzung, nicht nur für Autos, auch für Fahrräder, und über die Lösung des Müllnotstands. Die Nachverdichtung des Wohnraums ist insofern eine Notwendigkeit, als sich auch z.B. der Wohnraumbedarf auf 40 qm pro Person erhöht hat.
Ebenso notwendig ist aber auch die Erhaltung der Grünflächen.

Wir danken Hep!

Antrag an die Stadtversammlung am 12.5.12

 

Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen soll sich dafür einsetzen, dass beim Verkauf des Gestüts Isarland am Starnberger See durch die Landeshauptstadt München soziale und ökologische Aspekte den Ausschlag geben. Die Ausschreibung soll nicht bindungsfrei erfolgen.

Da der LH München die Anlage in den Nachkriegswirren mit der Auflage zugefallen ist, die Kultur der Pferdezucht zu pflegen, soll der Verkauf an die Auflage gebunden sein, eine Beziehung zur Haltung von Pferden aufzuweisen. Die Auflage soll somit an die zukünftige Nutzung weitergegeben werden. Der Grund soll nicht meistbietend an finanzstarke Spekulanten gehen, damit er als öffentlich zugängliches grünes Naherholungsgebiet erhalten bleiben kann.

Begründung: Der Verkauf von 40 Hektar städtischem Grundbesitz nahe dem Starnberger See weckt das Interesse von Investoren, die darauf setzen, dass der Grund Bauland wird, und dass somit nach einiger Zeit sehr hohe Spekulationsgewinne erzielt werden können. Nach bisherigen Informationen soll der Grund an den Höchstbietenden verkauft werden. Über eine angeblich geplante Nachbesserungsklausel würde die Stadt zudem von den Spekulationsgewinnen profitieren. Der bisherige öffentliche Zugang zu dem Gelände als Naherholungsgebiet würde verloren gehen. Es sind aber auch andere Optionen möglich, die eine nachhaltige und naturnahe Nutzung des Grundes mit sozialen Aspekten für Menschen und Tiere sichern. Der Tierschutzbund z.B. würde gerne eine Einrichtung für therapeutisches Reiten von Behinderten mit einer Auffangstation für alte Pferde errichten. Dann könnte die wahrscheinliche Versiegelung dieses kostbaren Grüngeländes mit Luxusvillen verhindert und die Pferde- Tradition fortgeführt werden. Der Grund würde öffentlich zugänglich bleiben. Wir Grünen sollten hier zeigen, dass wir uns unserer Verantwortung bewusst sind. Die rot- grüne Landeshauptstadt sollte nicht Preistreiberin auf dem Grundstücks- und Immobilienmarkt sein.

OV Hadern, Dr. Renate Unterberg

April 2012

 

Im April traf sich der neue Haderner Vorstand zu seiner zweiten Sitzung. Wir haben unsere Koordination mit der Bezirksausschussfraktion bezüglich der im Stadtbezirk aktuellen Themen besprochen.

Dabei ging es unter anderem um ein Treffen mit der Bürgerinitiative Einhausung Bundesautobahn A96, um das Projekt ‚Hadern – der blühende Obstgarten Münchens’ von Ergon/ Agenda 21 Hadern und um die nächsten Sitzungen der Unterausschüsse, bei denen wir Grünen die Vorsitzenden stellen (Anke Wittmann: Soziales und Dr. Renate Unterberg: Kinder, Jugend, Schule, Sport). Insgesamt möchten wir die Vernetzung mit den Vereinen und Einrichtungen im Stadtbezirk pflegen und intensivieren. 

Für 2012 haben wir verschieden Aktivitäten und Themen ins Auge gefasst, so z.B. eine Radtour durch die Grünzüge im Westen Münchens und die Nachverdichtung in Hadern, zu der es nun auch ein Gutachten gibt, das von der TU München für das Baureferat erstellt wurde. Dieses Gutachten werden wir anfordern und diskutieren, zunächst intern, aber möglicherweise auch auf einer öffentlichen Veranstaltung.

Wir möchten unsere Pressearbeit so intensiv fortführen, wie uns das seit unserer Wahl im Januar gelungen ist. Da uns die inhaltliche Arbeit sehr wichtig ist, haben wir auch Themen diskutiert, zu denen wir auf den nächsten Stadtversammlungen Anträge stellen möchten. 

Am 12.5.12 wird es z.B. um das Gestüt Isarland am Starnberger See gehen. Die Landeshauptstadt  München will den Grund meistbietend verkaufen, so dass sich Grundstücksspekulanten eine große Chance bietet. 

Wir sind der Meinung, dass das Naherholungsgelände mit der Auflage weiter verkauft werden soll, mit der die LH München es erhalten hat, nämlich mit einer Bindung an die Haltung von Pferden. Dieses würde z.B. der Tierschutzbund gerne leisten. Nur kann er natürlich nicht soviel bezahlen wie die hochkarätigen Investoren auf dem Immobilienmarkt.

Wir  freuen uns, wenn Ihr zahlreich zu der Stadtversammlung am 12.5. kommt und unseren Antrag an unsere Stadtratsfraktion unterstützt.

(Elisabeth Fuchs)

                 

Theresa Schopper

Am 15. März trafen wir uns auf Einladung des OV Westend/ Laim mit den dortigen Mitgliedern zu einem Bericht unserer Landesvorsitzende Theresa Schopper über die politische Lage und das Wahlsystem bei der Landtagswahl 2013.

Bei guten bayerischen Umfragewerten und positiven Ergebnissen der kleinenKommunalwahlen sollen wir Zutrauen haben. Im Landtag sei die Spannung mit Händen zu greifen, der Wahlkampf habe begonnen, es sei Unruhe im Laden, so Theresas Worte. Die Unruhe Seehofers zeige sich in seiner Reaktion auf Christian Ude: er verspreche sehr viel. Das von ihm propagierte Ziel, Bayern bis 2030 schuldenfrei zu machen, sei nicht zu realisieren angesichts der ‚Rasur’, die schon Stoibers ‚keine Neuverschuldung’ 2003 für denHaushalt gewesen sei.
Theresa berichtete äußerst interessant über die neuen Debatten über das G8/G9 und das Zentralabitur.
Zuletzt ging sie noch auf das Thema ‚demographische Entwicklung’ ein. Bei der in Bayern anstehenden Landtagswahl zählt für alle KandidatInnen die Summe der Erst- und Zweitstimmen. Jede Stimme für unsere grünen KandidatInnen ist dann auch eine Stimme für starke Grüne in Bayern.

Vielen Dank dem OV Westend/ Laim für die Einladung an Theresa Schopper und an den OV Hadern!

(Renate Unterberg)

                

Sabine Nallinger

Weiter zu unserer gemeinsamen OV-Veranstaltung zusammen mit den OrtsverbändenSendling und STOFF am 16. März 2012 im Stemmerhof, wo wir Sabine Nallinger begrüßen durften.

Sabine ist ebenfalls Anwärterin für eine Oberbürgermeisterkandidatur. Die studierte Stadt- und Verkehrsplanerin und u.a. Stadträtin ist kein unbeschriebenes Blatt und kann auf eine Reihe von Planungserfolgen und Initiativen zurückblicken: so spielte sie z.B. eine aktive Rolle bei der Bürgerinitiative Münchner Forum, war Gründerin von „Stattauto“ und hat schon beim Münchner Flughafen Riem mit geplant.
Ihre Schwerpunkte für den Fall einer möglichen Kandidatur sind „bezahlbares Wohnen" und "Ausbau der Kinderbetreuung“.
Im Einzelnen nannte sie die Förderung des kommunalen Wohnungsbaus im großen Stil, wobei Nachverdichtung eine große Rolle spielt, neue Siedlungen sollen entlang von Schienenachsen entstehen. Bedingt durch Zuzug und gleichzeitig mangelnden Wohnraum ist München zum Preistreiberauf dem Wohnungsmarkt geworden.
Die Reihenfolge in der Strategie beim Tunnelbau und der zweiten Stammstrecke gegenüber dem Ausbau der bestehenden Strecken hat sich geändert, d.h. zuerst die Verbesserung bzw. Ergänzung der vielen anstehenden kleineren Projekte, später „vielleicht“ Tunnel und die zweite Stammstrecke.

 

Renate Unterberg

Zuletzt möchten wir noch darüber informieren, dass sich eine unserer SprecherInnen, Renate Unterberg, für eine Kandidatur bei der Landtagswahl bewirbt.

Sie ist seit 10 Jahrenim Bezirksausschuss 20 Hadern Kinderbeauftragte und Vorsitzende des UnterausschussesKinder, Jugend, Schule, Sport.

Der OV Hadern freut sich über diese Kandidatur!

                    

Februar 2012

Jerzy Montag

Ein kurzer Rückblick auf das Wahlkreistreffen der Süd-OVs im Februar mit Jerzy Montag im Stemmerhof:

Nach einer aktuellen Einschätzung des Gewichts der Grünen im Bundestag und im ganzen Land ging Jerzy auf die weiteren Aussichten unserer Grünen Partei bei der Bundestagswahl 2013 ein. Dabei erfuhren wir, dass er für die nächste Legislaturperiode erneut seinen Hut in den Ring werfen, also für den Bundestag kandidieren werde. Allgemeine Zustimmung und unterstützende Kommentare!

Es wurde viel und engagiert gefragt an diesem Abend und professionell geantwortet.

 

     

Januar 2012

  

Im Januar standen - neben der 3. Startbahn - auch die Vorstandswahlen auf dem Programm.

Hier ein Bericht darüber im Sendlinger Anzeiger.

 

          

Sonntag, 17. Februar 2019
http://www.gruene-hadern.de/aktuell/archiv-2012/